Freimaurerloge Roland Nr. 489 i. Or. Hamburg

Über Biographiearbeit seine Ressourcen erkennen, um sie für andere einsetzen zu können!

„Menschen haben ihre Geschichte, ihre Biographie, ihre jeweils ganz eigene Dynamik, die ihr Leben begleitet und ihnen Struktur gegeben hat. Eine Schablone überzustülpen – das funktioniert nicht.“

Sven Rhode

 

Die Stiftung der Freimaurerloge ROLAND hat ihre Zusammenarbeit mit dem Hospiz am Israelitischen Krankenhaus fortgesetzt und zum zweiten Mal einen Teamtag für die Hospizmitarbeiter unterstützt. Die Stiftung und die Brüder der Freimaurerloge ROLAND möchten damit das Anliegen honorieren, dass hinter der Idee der Teamtage steckt: die MitarbeiterInnen des Hospizes physisch, psychisch, spirituell und sozial zu stärken, um diese Kraft den Hospizgästen auf ihrem letzten Weg mitgeben zu können.

Bettina Orlando, die Hospizleiterin, fasst den diesjährigen Teamtag und das, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgenommen haben zusammen:

„In den letzten Jahren haben uns schon einige Teamtage inspiriert. Zweimal im Jahr gönnen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uns diesen besonderen Tag. Jeweils das halbe Team nimmt daran teil. Nach den Themen „Nähe und Distanz“ und „Gewaltfreie Kommunikation“ ging es dieses Mal um „Biografiearbeit“, genauer gesagt „Biografie- und Erinnerungs­arbeit und Gefühlserbschaft“. Für alle TeilnehmerInnen war es ein großes Geschenk, einen ganzen Tag zu diesem besonderen Thema arbeiten zu dürfen. Denn schließlich geht es um unsere Gäste; der Weg zu einem guten Gespräch mit ihnen führt aber auch zu uns selbst. 

 Unser Dozent Sven Rohde, ist Coach, Buchautor, ausgebildeter Heilpraktiker der Psychotherapie, weitergebildet in Essenzcoaching und beschäftigt sich seit Jahren mit transgenerationalen Traumata. Er ist seit 1999 selbstständig, arbeitet seit 2016 in eigener Praxis und veröffentlicht den Podcast „Gefühlserben“. Eine seiner wichtigen Botschaften: „Dass Sie ihr Leben gelebt haben, zeigt, dass Sie Ressourcen haben, die wirken.“ Und das gilt für jeden Menschen.

Es war ein erkenntnisreicher Tag mit vielen Übungen und Informationen und dem Bewusstsein, dass wir in den letzten dreieinhalb Jahren zu einem starken Team zusammengewachsen sind, das sich durch einen sehr respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander auszeichnet, was uns auch immer wieder von Außenstehenden bestätigt wird.

Mit diesem Tag sind auch wir wieder einmal näher an unsere Ressourcen als Team gekommen. Und wir haben noch einmal deutlich gemerkt: Sich die Zeit zu nehmen, auch außerhalb des normalen Arbeitsablaufs gemeinsam an Themen zu arbeiten, die uns alle persönlich und professionell stärken, ist wesentlich, um langfristig im Pflegeberuf gerade in so einem sensiblen Bereich wie der Hospizpflege gesund zu bleiben und mit Engagement, Empathie und Herz unsere Gäste und ihre Angehörigen bestmöglich versorgen zu können.“

Ein zutiefst freimaurerischer Ansatz: sich selbst zu erkennen, um damit in der Welt wirken zu können!